Liebe Freunde, gestern haben wir schon ein bisschen was über Nähe und Distanz geschrieben und dargestellt das Forscher vier Distanzzonen festgelegt haben. Wir hatten auch über die Begrifflichkeit der öffentlichen und sozialen Distanz berichtet. Unangenehm kann es aber werden, wenn wir überlegen, dass die Grenze unserer persönlichen oder gar intimen Distanzzone überschritten wird. Dies aber kann passieren wenn wir alleine unser Berufsfeld oder das der anderen Akteure im Gesundheitswesen betrachten. Schauen wir uns doch die genaue Definition an: Die persönliche Distanz von circa einem halben Meter bis hin zu 1,20 Metern ist Menschen vorbehalten, mit denen man vertraut ist. In diesem Interaktionsraum werden auch persönliche Themen besprochen, die eine nähere Beziehung zueinander voraussetzen. Die Akteure sind hier miteinander vertraut, jedoch nicht so sehr, dass sie automatisch Körperkontakt zulassen würden. Im Gegensatz dazu die intime Distanz, diese beträgt weniger als einen halben Meter. Diese Nähe eignet sich, um Themen zu besprechen, bei denen man sehr vertraut miteinander umgeht. Menschen, die in jemandes unmittelbare Nähe treten dürfen, kennen denjenigen sehr gut und sind in der Regel berechtigt, ihn zu berühren oder zu umarmen. Ein unberechtigtes Eindringen in die intime Distanz ist daher sehr problematisch und führt sehr schnell zu Abwehrreaktionen. Andere Länder – andere Sitten : Achtung! Die beschriebenen Konventionen zur Nähe bestehen hauptsächlich für Mitteleuropa. Die angemessene Distanz zwischen zwei Personen ist kulturell determiniert. Die Deutschen neigen ähnlich wie die Japaner eher zu einer größeren Distanz, während in anderen Kulturen Nähe zu einem Gesprächspartner gesucht wird. In Brasilien beispielsweise wird ein Abstand zum Gegenüber von nur 30 cm als angenehm empfunden. Dort ist es auch völlig normal, weniger vertraute Personen zu berühren. Kenntnisse über die landestypische Nähe und Distanz sind Bestandteil der interkulturellen Kompetenz und insbesondere im Umgang mit ausländischen Geschäftspartnern unverzichtbar. Zudem gibt es Unterschiede zwischen Nähe und Distanz bei Land- und Stadtbevölkerung. Städter halten tendenziell einen näheren Abstand zueinander ein als Landbewohner. Dies und vieles mehr erläutert Ihnen unser Referent Herr Stefan Zettl am 12.06.2018 im Universitätsklinikum Regensburg bei unserer College Reihe: "Alltägliche Berührungen – der heikle Grat zwischen Nähe und Distanz“ Anmelden können Sie sich wie immer per Mail an Thomas.Bonkowski@ukr.de oder tel. unter 0941 944-4478 bzw. -4333. Bitte nennen Sie uns bei Ihrer Anmeldung Vor- und Nachname, Arbeitgeber und Berufsbezeichnung. Bitte machen Sie ebenfalls einen kurzen Hinweis, wenn Sie Mitglied beim VFFP e.V. sind denn Mitglieder des VFFP e.V. erhalten wieder einen satten Rabatt auf die Teilnahmegebühr! Alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte dem Programm unter: https://www.ukr.de/imperia/md/content/service/veranstaltungen/2018/allt__gliche_ber__hrungen_-_der_heikle_grat_zwischen_n__he_und_distanz_12.06.18.pdf
Liebe Freunde, wir möchten Sie noch gerne auf eine besondere Fortbildung hinweisen, welche von unserer Klinik für die Innere Medizin I durgeführt wird. Hierbei geht es um die neuesten Erkenntnisse aus der Endoskopie und um einen interessanten Einblick in die Gastroenterologie. Anmelden können Sie sich vorab bei Anita Winterstetter unter T: 0941 944-7012 F: 0941 944-7011 sekretariat.lehre-innere1@ukr.de Das Programm finden Sie auch unter folgendem Link: https://www.ukr.de/imperia/md/content/kliniken-institute/innere-medizin-i/veranstaltungen/intensiv_e__ge_2018__e4.pdf
Liebe Freunde, was ist die richtige Nähe bei der Interaktion mit seinen Mitmenschen? Die sogenannte Proxemik (oder das Raumverhalten )erforscht, inwieweit ein Nähe-Distanz-Verhältnis zu den Reaktionen eines Gesprächspartners besteht. Forscher dieses Teilgebiets haben (ungefähre) Grenzen festgesetzt, wie weit man sich anderen Menschen nähern kann, ohne dass diese Nähe für sie unangenehm wird. Die übliche Nähe zwischen Akteuren in bestimmten Situationen ist kulturabhängig. Für Mitteleuropäer unterscheiden die Forscher zwischen vier Distanzen: • öffentliche Distanz • soziale Distanz • persönliche Distanz • intime Distanz Die Nähe zwischen zwei Menschen wird von der persönlichen Beziehung zueinander bestimmt. Welche Nähe angemessen ist, entscheidet sich nach dem jeweiligen Beziehungsstatus. Verletzt man den Abstand durch Bewegungen oder die Körperhaltung, reagiert das Gegenüber oft mit Abwehrgesten, beispielsweise Zurückweichen oder ablehnender Gestik wie dem Verschränken der Arme. Ausgenommen sind konventionelle Gesten, wie etwa der Händedruck. Hier sind die Akteure quasi zu Nähe gezwungen. Danach nehmen sie wieder die Distanz zueinander ein, der ihrer sozialen Beziehung entspricht. Schauen wir uns doch diese Distanzen näher an: Die öffentliche Distanz sagt das bei Begegnungen auf der Straße oder in der Öffentlichkeit die meisten Menschen versuchen automatisch einen Abstand von mehr als dreieinhalb Metern zwischen sich und anderen Passanten einzuhalten. Wenn man einem fremden Menschen auf der Straße näher kommt, als die öffentliche Distanz es normalerweise zulässt, fällt seine Aufmerksamkeit automatisch auf den "Eindringling" in die Wohlfühlzone. Er versucht auszuweichen oder analysiert die Körpersprache des Gegenübers, um herauszufinden, ob man sich kennt und ob man etwas von ihm einfordern könnte, wie ihn nach dem Weg zu fragen. Die sogenannte soziale Distanz entspricht einer Entfernung von 1,20 bis 3,60 Metern. Bei öffentlichen Reden, formellen Anlässen oder offiziellen Gesprächen gilt diese Entfernung zueinander als angemessen. Verletzt jemand diese Distanz und kommt in die direkte Nähe von anderen Personen, können diese sich bedroht fühlen. Bei einem Bewerbungsgespräch ist diese Nähe bzw. Distanz ebenfalls angemessen. Da es meistens an einem Tisch oder zumindest in einer Sitzgruppe stattfindet, ist der Abstand jedoch in der Regel automatisch vorgegeben. Trotzdem sollte man auch bei Begrüßung und Verabschiedung darauf achten, nicht in die persönliche oder sogar intime Nähe seines Gesprächspartners zu kommen. Bei einer solchen formalen Situation ist ein Abstand von etwa einer Armlänge angemessen. Diese Distanzen behandeln wir am 12.06.2018 um 17:00 im Universitätsklinikum Regensburg bei unserer College-Reihe "Alltägliche Berührungen – der heikle Grat zwischen Nähe und Distanz. Anmelden können Sie sich wie immer per Mail an Thomas.Bonkowski@ukr.de oder tel. unter 0941 944-4478 bzw. -4333. Bitte nennen Sie uns bei Ihrer Anmeldung Vor- und Nachname, Arbeitgeber und Berufsbezeichnung. Bitte machen Sie ebenfalls einen kurzen Hinweis, wenn Sie Mitglied beim VFFP e.V. sind denn Mitglieder des VFFP e.V. erhalten wieder einen satten Rabatt auf die Teilnahmegebühr! Alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte dem Programm unter: https://www.ukr.de/imperia/md/content/service/veranstaltungen/2018/allt__gliche_ber__hrungen_-_der_heikle_grat_zwischen_n__he_und_distanz_12.06.18.pdf Morgen schauen wir noch gezielt die persönliche und intime Distanz an, die bei den Akteuren des Gesundheitswesens eine gewichtige Rolle spielt.
Liebe Freunde, gestern durften wir am Uniklinikum eine Legende auf dem Gebiet der Demenzforschung begrüßen. Herr Prof. Erwin Böhm war bei uns zu Gast und stellte seine Gedanken in der Betreuung von kognitiv eingeschränkten Patienten vor. Herr Böhm, und viele von Ihnen wissen es sicherlich, prägte mit seiner Philosophie ein neues Verständnis im Umgang mit Patienten. Er entwickelte ein Pflegemodell, das sich stark von herkömmlichen Pflegemodellen unterschied. Herr Prof. Böhm sagte auch gestern wiederum in seinem Vortrag, dass es kein Pflegemodell im klassischen Sinn ist. Stattdessen lebte sein Modell von seinen Erfahrungswerten. Er meinte auch, dass dieses psychobiografische Modell von ständiger Weiterentwicklung lebt, weil sich die Menschen, der Zeitgeist, die Traditionen und Gebräuche ja auch permanent weiterentwickeln. Herr Prof. Böhm geht in seinem Modell davon aus, dass Körper, Seele, Geist, soziales Umfeld und persönliche Geschichte in einem ständigen Zusammenhang stehen. Man könnte es, wenn man so will, mit einem Uhrwerk vergleichen, wo sich alles einander bedingt und aufeinander wirkt. Das therapeutische Team und das gesamte soziale Umfeld der beteiligten Personen an diesem Pflegeprozess, und so ist seine Grundbotschaft, sollen Demenz nicht so verstehen, dass es eine Linie von Krankheiten ist, sondern, dass es sich um Menschen handelt, die unter der Bedingung einer Krankheit leben. Seine Message, die er seit Jahrzehnten vertritt, ist hierbei, dem Klienten wieder Selbstständigkeit zu vermitteln und ihn zu reaktivieren. Wir waren dankbar, ihn in seiner Unnachahmlichkeit und seiner Einzigartigkeit erleben zu dürfen, und haben gerne seine Erfahrungswerte, die heute als Grundgedanken des Unterrichts in Kranken- und Altenpflegeschulen gelten, gehört.
Liebe Freunde, vergangenen Samstag fand unser Regensburger Symposium für außerklinische Intensivpflege unter dem Fokus "Spannungsfeld Heimbeatmung - Wege für eine bessere Versorgung" statt. Wir bedanken uns auf diesem Weg bei allen Referenten, Moderatoren und Besuchern. Wir haben uns entschlossen, diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder anzubieten und würden uns über Ihr Kommen freuen!
22. Regensburger Pflegetag am UKR
6. Internationaler Wundkongress D-A-CH-EE WundRap mit Alfred Tylla und Thorsten Prennig
6. Internationaler Wundkongress D-A-CH-EE Begrüßung
8. Regensburger Intensivpflegetag am 08.10.15
Ausschnitt Abendsymposium Malnutrition am 22.09.15
VFFP am Universitätsklinikum Regensburg e.V. 2014 - 2018